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Sissy-Geschichte von Dennis Tagebuch – 12. Juli: Der erste Sonntag mit Rouge

Sissi-Geschichte von Dennis Tagebuch

Fiktionales Tagebuch. Dennis ist 20, sportlich, schlank, gebildet und steht an einem Punkt, an dem aus Neugier langsam eine neue Version von ihm selbst wird.

Heute war so ein Sonntag, der erst unscheinbar anfängt und dann doch etwas mit einem macht. Ich bin morgens früh aufgewacht, obwohl ich gestern eigentlich lange wach war. Draußen war es schon warm, aber noch nicht schwer. Dieses helle Sommerlicht lag im Zimmer, und für einen Moment hatte ich das Gefühl, mein Leben wartet nicht irgendwo in der Zukunft auf mich. Es liegt direkt vor mir, auf dem Boden neben den Tennisschuhen, neben dem Buch auf dem Nachttisch, neben der kleinen Schachtel Rouge, die ich gestern gekauft habe.

Rouge. Schon das Wort klingt weicher als alles, was ich mir früher erlaubt hätte. Ich habe es im Drogeriemarkt gekauft, ganz ruhig, als wäre es das Normalste der Welt. War es ja auch. Trotzdem habe ich gemerkt, wie mein Herz schneller wurde, als die Verkäuferin an mir vorbeiging. Nicht weil sie komisch geschaut hätte. Sie hat gar nicht geschaut. Der Kopf baut manchmal ganze Theaterstücke, obwohl niemand eine Karte gekauft hat.

Nach dem Frühstück habe ich mich vor den Spiegel gestellt. Weißes Shirt, schwarze Shorts, Haare noch nicht gemacht. Ich sah aus wie immer: schlank, etwas müde, sportlich. Einer, der auf dem Tennisplatz gut ankommt und beim Lernen ordentliche Notizen macht. Einer, bei dem Mädchen manchmal länger hinschauen. Und trotzdem war da heute diese andere Frage: Was ist, wenn das nicht alles ist? Was ist, wenn ich mir nicht aussuchen muss, ob ich charmant, männlich, weich, schön, ernst oder verspielt bin?

Ich habe ganz wenig Rouge aufgetragen. Fast nichts. Nur ein Hauch auf den Wangen. Erst dachte ich: Das sieht man doch gar nicht. Dann bin ich ans Fenster gegangen und habe mich im Tageslicht gesehen. Es war nicht viel, aber es war da. Eine kleine Veränderung. Nicht verkleidet, nicht übertrieben, eher wie ein Signal an mich selbst: Ich darf ausprobieren.

Später war ich Tennis spielen. Paul war auch da, natürlich wieder mit diesem selbstsicheren Grinsen, als hätte er schon vor dem ersten Aufschlag gewonnen. Ich habe gut gespielt. Nicht perfekt, aber leicht. Vielleicht, weil ich mich heute nicht dauernd korrigieren wollte. Nach dem Match meinte er, ich sähe irgendwie frisch aus. Ich habe nur gesagt: „Gut geschlafen.“ Das stimmte nicht ganz, aber es war auch nicht gelogen.

Am Nachmittag habe ich meine Finanzen sortiert. Nicht romantisch, aber nötig. Wenn ich diese neue Seite an mir ernst nehmen will, muss ich auch den Alltag ernst nehmen. Tennis, Kleidung, Pflege, Dates, vielleicht irgendwann ein eigenes kleines Projekt neben dem Studium, all das kostet Geld. Ich habe mir vorgenommen, diese Woche nichts Impulsives zu kaufen. Außer vielleicht einen guten Concealer, aber das zählt als Forschung.

Abends kam eine Nachricht von Clara. Sie fragte, ob wir am Mittwoch Kaffee trinken. Clara ist klug, witzig und schaut mich manchmal an, als würde sie mehr sehen, als ich sage. Ich mag das und habe gleichzeitig Angst davor. Ich habe zugesagt. Nicht als großes romantisches Ding, eher als Schritt. Ein Mensch, ein Gespräch, kein Drehbuch.

Heute habe ich verstanden: Entwicklung passiert nicht immer laut. Manchmal ist sie ein Hauch Farbe im Gesicht, ein ehrlicher Blick in den Spiegel und der Entschluss, sich selbst nicht sofort auszulachen.

Fortsetzung folgt. Wenn du solche fiktiven Dating- und Entwicklungsgeschichten magst, schau dir auch Kupid AI an und entdecke, wie spannend Nähe, Fantasie und neue Rollenbilder erzählt werden können.


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